Freizeit

Da wir nur einen Tag frei haben, freuen wir uns meistens schon sehr auf Montag und überlegen, was wir so machen könnten. Dieses mal wollten wir etwas raus aus der Stadt. Auf der Karte hatten wir nämlich gesehen, dass es südlich von Pointe-Noire zwei Seen gibt. Wir machten uns also auf den Weg Richtung Bundesstraße, was so viel heißt wie ca. eine dreiviertel Stunde zufuß durch ein Nachbarviertel. Dort angekommen wollten wir nun ein Taxi nehmen, weil es von dort (auf der Karte) nicht mehr so weit war. So fragten wir also einen Verkäufer und dann einen Taxifahrer wie man am besten zum Lac Nanga kommt. Letzterer kannte den See nicht einmal. Mittlerweile hatte sich aber schon herumgesprochen, was unser Ziel ist und ein junger Typ wollte uns ein Taxi vermitteln. Die Szene war also folgendermaßen: Das eine Taxi hatte sich wieder aus dem Staub gemacht und nun standen wir mit drei Männern (mittlerweile war ein anderer Taxifahrer dazugekommen) diskutierend am Straßenrand. Moni verhandelte einen guten Preis und so ging es dann los Richtung See. Lustigerweise aber nicht auf der Bundestraße, der nach unserer Einschätzung kürzesten Route zum See, sondern zuerst mal den gleichen Weg, den wir mühsam zu Fuß zurückgelegt hatten, wieder zurück. Den Weg hätten wir uns in dem Fall sparen können. :)
Wir saßen also fast 40 Minuten im Taxi und kamen an den Lac Nanga. Dort machten wir nach einem kleinen Spaziergang Bekanntschaft mit dem Fischer Joseph, mit dem wir länger diskutierten und der sehr aufgeschlossen war. Es war wirklich spannend von seinem Leben zu erfahren, auch von der Geschichte dieser Gegend, dass hier alles mal Wald war, der abgeholzt wurde, oder dass der Staat sich hier mehr Tourismus wünscht und warum das nicht so ganz funktioniert. Er erklärte uns auch alle möglichen Früchte, die hier wachsen, wirklich sehr spannend! Dann bot uns Jospeh sogar noch eine kleine Runde in einem richtigen Fischerboot auf dem Lac Nanga an - Moni und ich saßen, sein Kollege und er ruderten stehend: Nass und wackelig, aber trotzdem sicher!

Das Gespräch über den Kongo, die Fischerei, usw., die Ruhe in der Natur, der laut schimpfende Fischer der nach unserer Bootstour hinzukam (wir glauben es war sein Boot) bleiben uns wohl noch länger in Erinnerung.

Les pirogues



Josef zeigt Daniel den Papyrus






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Angekommen

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